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Professionalisierung der familienergänzenden Kinderbetreuung
24.05.2011 - Mitteilung
Nach der Geburt eines Kindes bleiben heute oft beide Elternteile berufstätig. Die familienergänzende Kinderbetreuung hat deshalb im Kanton Zürich an Bedeutung gewonnen. Im letzten Jahrzehnt ist das Angebot an Krippen-, Hort- und anderen Betreuungsplätzen denn auch stark gewachsen.
Ob aus freien Stücken oder aus finanzieller Notwendigkeit: In immer mehr Familien ist sowohl der Vater als auch die Mutter berufstätig. Sobald sich die Arbeitszeiten der Eltern überschneiden, muss für die Kinder, solange sie noch klein sind, eine Betreuungs-möglichkeit organisiert werden. Das können Verwandte oder Bekannte sein oder auch institutionelle Einrichtungen wie Krippen, Horte, Tagesfamilien und Mittagstische. Heute lassen im Kanton Zürich 44 Prozent der Familienhaushalte – gemeint sind Haushalte mit Kindern unter 15 Jahren – ihren Nachwuchs familienergänzend betreuen. Dabei dauert die Betreuung in der Mehrheit der Fälle mehr als einen Tag pro Woche.
Quelle: Bundesamt für Statistik Lightbox
Lesehilfe: 39 Prozent der Familienhaushalte lassen ihre Kinder regelmässig von Verwandten betreuen.
Institutionelle Kinderbetreuung wird wichtiger
In den letzten Jahren hat eine Professionalisierung stattgefunden. Krippen, Horte, Mittagstische und Tagesfamilien übernehmen immer mehr Betreuungsarbeit. Mittlerweile ist die Betreuung durch institutionelle Einrichtungen etwa gleich verbreitet wie jene durch Verwandte. 2009 standen für die 185 000 Kinder im Kanton Zürich knapp 23 000 institutionelle Betreuungsplätze bereit. Das vorhandene Platzangebot reichte aus, um gut zwölf Prozent aller Kinder zu betreuen. Dieser Kennwert heisst in der Statistik Versorgungsgrad. Und der Versorgungsgrad weist im Kanton Zürich deutlich nach oben: Noch im Jahr 2006 lag er unter zehn Prozent.
Grosse regionale Unterschiede
Die institutionellen Betreuungseinrichtungen sind räumlich höchst ungleich verteilt. Allein die Hälfte des kantonalen Platzangebots befindet sich in der Stadt Zürich. Hier steht für jedes vierte Kind ein Betreuungsplatz zur Verfügung. Am Schluss der Rangliste liegt das Weinland, wo nur jedes 25. Kind Platz in einer Betreuungseinrichtung findet. Allerdings ist auch im Weinland das Angebot in jüngster Zeit merklich gewachsen.
Quelle: Statistisches Amt des Kantons Zürich Lightbox
Lesehilfe: Zwischen 2006 und 2009 ist der Versorgungsgrad in der Stadt Zürich von 24 auf 27 Prozent gestiegen. Der Versorgungsgrad besagt, für welchen Prozentsatz der Kinder ein institutioneller Betreuungsplatz zur Verfügung steht.
Betreuung an wöchentlich zwei bis drei Tagen
Während sich das Betreuungsangebot im Kanton Zürich zwischen 2006 und 2009 um 5 500 Plätze vergrössert hat, ist die Zahl der betreuten Kinder um 10 800 gewachsen. 2009 wurden 19 Prozent der Kinder mindestens einmal wöchentlich in einer institutionellen Einrichtung betreut, noch 2006 waren es erst 14 Prozent. Im Schnitt teilen sich zwei Kinder einen Betreuungsplatz. Daran hat sich über die Jahre kaum etwas geändert. Entsprechend werden Kinder, die eine Krippe oder einen Hort besuchen, durchschnittlich an zwei bis drei Tagen pro Woche betreut.
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