Neue Applikationen unterstützen die Planung

26.01.2015 - Mitteilung

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Das Statistische Amt des Kantons Zürich hat in Zusammenarbeit mit dem GIS-Zentrum zwei Applikationen entwickelt, um Gemeinden bei Ihrer Planung zu unterstützen. Die "Quartieranalyse" und die "Räumliche Bevölkerungsstatistik" ermöglichen einen detaillierten Einblick in bestehende Siedlungsstrukturen.

Bestehendes kennen - Zukunft planen

Raumplanung ist seit einigen Jahren ein vieldiskutiertes Thema. Neue gesetzliche Rahmenbedingungen sehen vor, dass bei der Siedlungsentwicklung der Zukunft vor allem die inneren Reserven genutzt werden sollen. Um dieses Vorhaben umzusetzen, müssen die bestehenden Strukturen bekannt sein. Das Statistische Amt hat sich zum Ziel gesetzt, Gemeinden und Planende mit Gebäude-, Bewohner- und Beschäftigtendaten bei diesem Prozess zu unterstützen. Gleich zwei Applikationen helfen dabei, die Bevölkerungs- und Bebauungsstrukturen vor Ort einzuschätzen.
 

Quartieranalyse: Siedlungsstrukturen unter der Lupe

Die Quartieranalyse zur Siedlungserneuerung ist eine Applikation auf dem GIS-Browser, welche einen detaillierten Einblick in sogenannte Kleinquartiere ermöglicht. Kleinquartiere sind nach einem über den gesamten Kanton einheitlichen Verfahren gebildete räumliche Einheiten. Sie basieren auf dem Zonenplan - jedes Kleinquartier umfasst nur eine Zone, berücksichtigt werden nur Wohn- und Mischzonen - und werden zusätzlich abgegrenzt durch Trennelemente wie Strassen, Bahnlinien und Fliessgewässer.

Für sämtliche Kleinquartiere des Kantons werden Indikatoren zur Nutzung und Bebauung berechnet. Baujahr, Geschossflächenreserven, Eigentumsfragen, Personendichte und Haushaltsstruktur sind nur einige der Themen, welche dargestellt werden. Im GIS-Browser des Kantons haben Sie die Möglichkeit, sich für die genannten Indikatoren Karten erstellen und sich sämtliche Kennwerte für ein Kleinquartier ausgeben zu lassen.

Publikation unterstützt bei der Anwendung

Die begleitende Publikation "Siedlungsstrukturen unter der Lupe" zeigt auf, welche Überlegungen sowohl den Kleinquartieren als auch den Gebäude- und Bewohnerindikatoren zugrunde liegen. Sie bildet die Grundlage zum Verständnis und zur Anwendung der Quartieranalyse. Für eine nachhaltige Planung unanbdinglich bleiben Beratung und Ortskenntnisse. Gerne unterstützen Sie das Statistische Amt sowie das Amt für Raumentwicklung, wenn Sie Fragen zur Anwendung haben.  

statistik.info 2015/01: Siedlungsstrukturen unter der Lupe

Räumliche Bevölkerungsstatistik: Bevölkerungszusammensetzung für unterschiedliche Einheiten

Neben der Quartieranalyse kann auch die neu entwickelte räumliche Bevölkerungsstatistik für die Planung benutzt werden. Im Gegensatz zur Quartieranalyse fokussiert sie sich thematisch ganz auf die Bevölkerungszusammensetzung. Alter, Nationalität und Geschlecht der Bewohner werden für unterschiedliche räumliche Einheiten ausgewertet.

Die Benutzerinnen und Benutzer haben die Möglichkeit, sich die Indikatoren für Rasterzellen, Umkreise und Kleinquartiere ausgeben zu lassen. Eine besondere Neuerung besteht darin, dass man auch selbst eine räumliche Einheit (ein Polygon) definieren kann, für die man dann die entsprechenden Werte erhält. So kann die Benutzerin oder der Benutzer beispielsweise ein "Quartier" definieren, dass den eigenen Bedürfnissen entspricht.

Die Bevölkerungsstatistik soll im Laufe des Jahres 2015 um Zahlen zu den Beschäftigten ergänzt werden. Auch hier gilt: Wenden Sie sich an uns, wenn Sie Unterstützung bei der Interpretation benötigen.

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