Preise für Wohnbauland bis 2016 sind online

27.06.2017 - Mitteilung

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Das Statistische Amt hat seine Webapplikation zu den Preisen für Wohnbauland aktualisiert. Ab sofort können die kommunalen Bodenpreise bis zum Jahr 2016 abgefragt werden. Die letzten drei Jahre sind jedoch provisorisch und können in Zukunft noch angepasst werden.  

Die statistischen Preisangaben basieren auf der kantonalen Handänderungsstatistik mit mehr als 70'000 Verkäufen von Wohnbauland im Kanton Zürich. Neben dem unbebauten Bauland umfasst die Statistik ab 2007 zusätzlich Grundstücke mit sogenannten Abbruchliegenschaften sowie Grundstücke mit Neben- oder Nichtwohngebäuden.  

Kantonale und kommunale Entwicklungen seit 1974

Die Bodenpreise werden im Kanton Zürich seit 1974 erfasst und statistisch ausgewertet. Die Webapplikation erlaubt neben einer gemeindespezifischen Abfrage der Bodenpreise, eine Übersicht über die Entwicklung im Kanton. Durchschnittlich kostete im Jahr 2013, dem letzten definitiven Datenjahr, ein Quadratmeter Wohnbauland 929 Franken. Das sind rund 150 Franken mehr als noch ein Jahr zuvor.

Zusätzlich zu den effektiven Preisen werden auf Gemeindebene mit einem statistischen Modell berechnete Schätzwerte ausgewiesen. Sie ermöglichen so auch für Gemeinden, in denen nur wenige Grundstücke gehandelt wurden, eine Übersicht über die Entwicklung der Bodenpreise seit 1974. Diese Daten eignen sich insbesondere für die Ermittlung von Preisen in der weiter zurückliegenden Vergangenheit, wie sie etwa für die Berechnung der Grundstücksgewinnsteuer benötigt werden.

Preise von Wohnbauland in der Gegenwart

Das hedonische Bodenpreismodell des Kantons Zürich

Für die Gegenwart stehen alternativ auch die Resultate eines sogenannten hedonischen Bodenpreismodells zur Verfügung, das zahlreiche preisrelevante gross- und kleinräumige Lageeigenschaften systematisch einbezieht. Es ist in statistik.info 05/2017 "Der Preis des Bodens" ausführlich beschrieben.

Auch mit diesem Modell können für das Jahr 2015 gemeindeweise Durchschnitts- und Streuungswerte berechnet werden. Bei den meisten Gemeinden sind die Schätzungen der beiden Modelle auf einem ähnlichen Niveau. Für hochpreisige Gemeinden, in denen die Transaktionsdatenbasis sehr dünn ist, und zum anderen die effektiven Preise stark streuen, sind die Werte des hedonischen Modells wahrscheinlich zuverlässiger, als jene des Langzeitmodells. 

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