Umgebungsanalyse

Version 2.0

Die Umgebungsanalyse ist eine interaktive Webanwendung zur statistischen Analyse der Umgebung eines frei gewählten Punkts im Kanton Zürich. Für die vorliegende Version 2.1 wird aus diversen statistischen Quellen eine Vielfalt von Informationen zu den 3 Themengebieten "Bevölkerung & Soziales", "Bau & Immobilien" und "Arbeit & Unternehmen" für den Benutzer "auf den Punkt" gebracht.

In intensiver Zusammenarbeit zwischen dem Statistischen Amt und dem GIS-Zentrum des Kantons Zürich ist ein typisches "Mashup" entstanden: Aus der Kombination bereits bestehender Inhalte werden neue Informationen geschaffen. Als webfähige Kartengrundlage dient der GIS-Browser des GIS-ZH. Im Hintergrund werden masstabsabhängig Landeskarten oder Übersichtspläne und Hektarraster aus der Statistik (100m / 200m / 500m Raster) dargestellt. Das Datenangebot wurde in der Version 2 stark erweitert, aktualisiert und in die drei Themengruppen «Bevölkerung & Soziales», «Bau & Immobilien» und «Arbeit & Unternehmen» aufgeteilt. Entsprechend sind die dargestellten Einheiten jeweils "Personenringe", resp. "Gebäuderinge" oder "Beschäftigtenringe".

Dabei werden um einen frei gewählten Punkt auf der Karte die Radien mehrerer Ringe berechnet, innerhalb welcher jeweils eine vorgegebene Anzahl Personen, Gebäude oder Beschäftigte (200 / 500 1000 / 2000 / 5000 / 10000 / 50000) zu finden sind. Die Kreise werden nach Anzahl Personen farblich abgestuft auf der Karte dargestellt.

Dazu erscheint im Legendenfenster zu jedem Kreis eine statistische Analyse in Tabellenform. Der Bezug zwischen Kreisen und Tabellenspalten wird jeweils über die Farbe hergestellt. Die berechneten Werte erscheinen im Vergleich zum kantonalen Mittelwert farblich hinterlegt: rot (unterdurchschnittlich), grün (überdurchschnittlich) oder grau (durchschnittlich).

Quellen und Datendokumentation

Die Hauptquellen für die Umgebungsanalyse sind die Volkszählung 2000 und die Betriebszählung 2005. Weitere Quellen sind VESTA (Virtuelles Einwohnerregister für die Statistik) des Kantons Zürich, das WSL (Sonneneinstrahlung), das AWEL (Schadstoffe: NO2) und der ZVV (Haltestellen des öffentlichen Verkehrs).

Da die Umgebung nicht in Metern sondern mit einer Mindestanzahl von Personen bzw. Gebäuden oder Betrieben definiert wird, kommt es zu keinen Datenschutzproblemen: jede Information ist lediglich ein statistischer Durchschnitt von mindestens 200 Personen, bzw. Gebäuden oder Beschäftigten der Umgebung eines Standorts. Das Instrument ermöglicht also lediglich Rückschlüsse auf den allgemeinen - demographischen, baulichen und wirtschaftsstrukturellen - Charakter eines Gebiets.

Das Anbieten einer eigentlichen Programmierschnittstelle (API) wäre aufgrund der vorhandenen Daten und Algorithmen nicht allzu aufwändig. Sie würde es ermöglichen, dass Dritte auf die Ergebnisse der Analyse zugreifen könnten und eigene Mashups zusammenstellen könnten. Statt des simplen Setzens eines Links auf unser Angebot wäre es z.B. möglich, die Resultate einer Umgebungsanalyse direkt in eine bestehende Wohnungs-Suchmaschine einzubauen.

Das statistik.info 2009/03 erläutert die verwendeten Methoden und stellt die Applikation in den Kontext ähnlicher Webangebote.