Potentialhinweiskarte für Siedlungserneuerung

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Hinweise auf Erneuerungspotential - eine Annäherung

Die Potentialkarte basiert auf der Quartieranalyse zur Siedlungserneuerung.

In der Karte werden Gebiete aufgrund ihrer Struktur in Kategorien eingeteilt. Jedes Kleinquartier ist entsprechend seiner Kategorie eingefärbt, zudem zeigt die Potential-Matrix, wie viele Kleinquartiere, Einwohner oder Fläche es pro Kategorie in der Gemeinde gibt.

Für die Bildung der Kategorien werden verschiedene zentrale Indikatoren zu zwei übergeordneten Achsen zusammengefasst:

  • Dichte-Nutzungs-Achse
  • Strukturachse

Dabei gilt: Mit zunehmender Rot-Färbung entlang der horizontalen Ebene nimmt die Eignung für Siedlungserneuerung aufgrund von geringer Dichte und Nutzung zu. Mit zunehmender Blau-Färbung entlang der vertikalen Ebene nimmt die Eignung aufgrund von Gebäude- und Haushaltsstrukturen zu. Durch die Verschmelzung der beiden Eignungsachsen gibt es zudem violett-bräunliche Farbtöne in Quartieren, in denen sowohl eine Eignung aufgrund von geringer Dichte und Nutzung als auch eine Eignung aufgrund der Gebäude- und Bewohnerstruktur vorliegt.

Ob sich ein Gebiet zur Entwicklung eignet, hängt von weiteren Faktoren und strategischen Überlegungen ab. Die Karte ist somit lediglich als erster Hinweis auf mögliche Erneuerungsgebiete zu verstehen.

Dichte-Nutzungs-Achse

Die erste Achse misst die Dichte und die Nutzung eines Gebiets. Sie setzt sich zusammen aus zwei Indikatoren:

  • Ausbaugrad
  • Nutzungsdichte

Der Ausbaugrad beziffert das noch vorhandene bauliche Potential: Je tiefer er ausfällt, desto höher die Reserven. Damit erhöht sich grundsätzlich die Eignung eines Gebiets für Siedlungserneuerung.

Bei der Nutzungsdichte verhält es sich ähnlich: je tiefer, desto eher ist ein Gebiet unternutzt und steht somit unter Entwicklungsdruck. Für die Berechnung der Dichte-Nutzungs-Achse wurde zudem berücksichtigt, in welchem Handlungsraum (gemäss kantonalem Raumordnungskonzept) sich ein Gebiet befindet.

Strukturachse

Als zweite Achse wird eine Strukturachse eingeführt. Die Grundannahme für die Achse besteht darin, dass bestimmte Gebäude- und Haushaltsstrukturen eine Entwicklung fördern oder hemmen können.

Die Strukturachse setzt sich zusammen aus vier Indikatoren zur Gebäude- und Bewohnerstruktur:

  • Anteil Gebäude mit Bauperiode vor 1976 (+)
  • Anteil Haushalte in später Pensionierungsphase (+)
  • Anteil Mehrfamilienhäuser im Stockwerkeigentum (-)
  • Anteil Haushalte mit Schulkindern (-)

Indikatoren mit einem + erhöhen die Eignung für Erneuerungsprozesse, Indikatoren mit einem - verringern sie.

Fragen? Wir beantworten sie gerne!

Magnus Gocke, Matthias Mazenauer

Schöntalstrasse 5
8090 Zürich

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